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Phasendiagramme

Jede Metalllegierung hat ihr eigenes Phasendiagramm. Wie bereits erwähnt, erfolgt die Wärmebehandlung gemäß diesen Diagrammen. Sie zeigen die strukturellen Veränderungen, die bei unterschiedlichen Temperaturen und unterschiedlichen chemischen Zusammensetzungen stattfinden.

Nehmen wir als Beispiel das Eisen-Kohlenstoff-Phasendiagramm, da dies das bekannteste und an Universitäten am häufigsten gelehrte ist.

Eisen-Kohlenstoff-Phasendiagramm
Das Eisen-Kohlenstoff-Phasendiagramm ist ein wichtiges Hilfsmittel, um das Verhalten verschiedener Kohlenstoffstähle bei Wärmebehandlung kennenzulernen. Die x-Achse zeigt den Kohlenstoffgehalt in der Legierung und die y-Achse zeigt die Temperatur.

Beachten Sie, dass 2.14 % Kohlenstoff die Grenze ist, wo Stahl zu Gusseisen wird,

Das Diagramm zeigt verschiedene Bereiche, in denen das Metall in verschiedenen Mikrozuständen vorliegt, wie z. B. Austenit, Zementit, Perlit. Diese Bereiche sind durch die Grenzen A1, A2, A3 und Acm markiert. An diesen Grenzflächen treten Phasenänderungen auf, wenn der Temperatur- oder Kohlenstoffgehaltswert sie passiert.

A1: Die Obergrenze der Zementit/Ferrit-Phase.

A2: Die Grenze, wo Eisen seinen Magnetismus verliert. Die Temperatur, bei der ein Metall seinen Magnetismus verliert, wird auch Curie-Temperatur genannt.

A3: Die Grenzfläche, die die Austenit + Ferrit-Phase von der γ (Gamma)-Austenit-Phase trennt.

Acm: Die Grenzfläche, die γ Austenit vom Feld Austenit + Zementit trennt.

Das Phasendiagramm ist ein wichtiges Hilfsmittel, um abzuwägen, ob eine Wärmebehandlung vorteilhaft ist oder nicht. Jede Struktur bringt bestimmte Qualitäten in das Endprodukt ein und die Wahl der Wärmebehandlung wird darauf basierend getroffen.

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